Firmung im alten Ritus

Nach einem Jahr der Vorbereitung durften am 1. September 14 Jugendliche zwischen 12 und 18 die heilige Firmung empfangen. Weihbischof Matthias König spendete das Sakrament in der Busdorfkirche St. Petrus und St. Andreas in der außerordentlichen Form des römischen Ritus. Zahlreiche Familien hatten gebeten, ihre Kinder in diesem Ritus firmen zu lassen. Weihbischof Matthias König hatte sich bereit erklärt, das Sakrament in dieser Form zu spenden.
Die Busdorfkirche war „so voll, wie schon lange nicht mehr“ – so die Meinung eines Gläubigen. Nach dem sonntäglichen „Asperges“ zogen Pastor Zwingmann und die Ministranten zum Kirchenportal, wo sie den Bischof festlich begrüßten und in die Kirche geleiteten. Am Altar angekommen wurden ihm die bischöflichen Gewänder angelegt, Mitra und Stab überreicht. In seiner Predigt ging er vom Leitwort der Firmvorbereitung aus: „Gott möchte Mitliebende haben“ (Duns Scotus), geleitet durch das Gebet und die Sakramente. Auf eine Besonderheit der außerordentlichen Form, die nach der Liturgiereform weggefallen ist, ging der Weihbischof dann bei der Betrachtung des Firmsakramentes ein: den „Backenstreich“, der wie eine Art Ritterschlag zu verstehen ist und den Christen immer wieder an diesen Moment erinnern will. Nach der Erneuerung des Taufgelöbnisses und dem „Veni Creator“ traten dann die acht Mädchen und sechs Jungen an den Altar, wo Weihbischof König auf dem Faldistorium Platz genommen hatte und nacheinander jedem der Kandidaten die Stirn mit Chrisam salbte. Zum Abschluß spendete der Bischof den Segen über die Firmlinge. Die versammelte Gemeinde feierte danach mit Pastor Zwingmann, der auch die Firmvorbereitung als Geistlicher begleitet hatte, das sonntägliche Hochamt im Beisein des Bischofs. Mit dem festlichen „Te Deum“ klang die Feier aus.

Pastor Thomas Zwingmann